Die Wechseljahre als Chance erfahren

Der Weibliche Weg: Wechseljahres-Seminare & Begleitung in der Weiblichkeitspädagogik


Als relativ neuer Berufszweig kann die Weiblichkeitspädagogik Frauen unterstützen und begleiten, die über viele Jahre währende Zeit des Wandels zu nutzen, sich nicht mit oft unbewussten Anti-Haltungen abzukämpfen, sondern mit einem Ja zum Älterwerden sich für möglicherweise vollkommen neue Sichtweisen, Einstellungen und Perspektiven zu öffnen, ja – und auch Schönheit im Älterwerden und Altsein zu entwickeln. Ja sagen, sich in Liebe annehmen, sich sinnlich fühlen ... macht schön. Und dieses lehrt der weibliche Weg.

Bilanz ziehen
Zunächst ist es sinnvoll, Bilanz zu ziehen, Bestandsaufnahme zu machen und unser bisher gelebtes Leben in all seinen Facetten zu würdigen und wertzuschätzen. Dazu gehört auch, sich mit dem zu versöhnen, was wir vermeintlich versäumt haben, was uns misslungen ist, was einfach nicht werden wollte. All das zu fühlen und wahr-zunehmen bedeutet einen ungeahnten Zuwachs an Lebensenergie für das Älterwerden und fruchtbaren Nährboden für unsere sich neu entwickelnde Schöpfungskraft, die sich nun nicht mehr auf der körperlichen Ebene abspielt, dafür aber umso intensiver auf der geistigen!

Zentral ist die Frage, was ich unbedingt gelebt haben möchte, bevor ich sterbe. Das hört sich ziemlich heftig an, ist aber die Realtität. Die Realität unserer Endlichkeit wird Frauen jenseits der Menopause durch das Wegfallen ihrer physischen Fruchtbarkeit viel deutlicher bewusst als Männern.

Wechseljahresseminare Lüneburg

Die Ärztin und Autorin Christiane Northrup spricht in ihrem Buch über die Wechseljahre vom „Schleier der weiblichen Fortpflanzungshormone, der sich hebt und unser jugendliches Feuer, unseren jugendlichen Geist häufig neu entfacht“. Wir knüpfen an die Kraft und Begeisterungsfähigkeit an, die wir als junge Mädchen hatten, an ihre Ideen, Wünsche und Sehnsüchte, die wir möglicherweise noch nicht gelebt haben. Ähnlich wie in der Pubertät findet eine hormonbedingte Neuverkabelung im Gehirn statt.

Die Wechseljahre sind ein Weckruf, genauer hinzuschauen. Sie laden uns ein, ihr Geschenk zu nutzen, um nach der biologischen Verpflichtung des Sorgens für andere die zweite Hälfte unseres Lebens zu unserer eigenen zu machen. Denn sie ist für unser Lebensspiel entscheidend. Frau muss nun Verantwortung für sich übernehmen, für ihre Gesundheit, ihr Gefühlsleben, ihre Lebensgestaltung.

Übergangsphase
Wir befinden uns in einer Übergangsphase, wo Bisheriges irgendwie nicht mehr passt, aber Neues sich noch nicht entwickelt hat, noch keinen Ausdruck findet. Da fühlen wir große Verunsicherung, Unruhe und vielleicht auch Verzweiflung, weil wir nicht wie gewohnt, in dieser Welt, die ständig auf Fitness und Leistungsbereitschaft pocht, funktionieren können, und oft auch nicht mehr wollen.

Unser Selbstbild der starken und leistungsfähigen Frau kann mächtig ins Wanken geraten ...  Kinder gehen aus dem Haus, vielleicht gibt es pubertierende Töchter, die mit ihrer hormonellen Situation auf die unsrige stoßen. Die Begleitung kranker Eltern und der Abschied von ihnen im Tod stellen uns vor große emotionale Herausforderungen und bringen uns in Kontakt mit den mächtigen, verwandelnden Kräften des Lebens, die von außen auf uns einwirken, aber durch den hormonellen Umstellungsprozess auch im Inneren stark aktiv sind.

Da geschieht ohne unser Wollen eine Transformation mit uns, die erschreckend sein kann. Wir müssen zurücklassen, was gewohnt und vertraut ist, und zunächst geradezu wie in einem Niemandsland ausharren.
Christiane Northrup spricht von der „Unterwelt“, in der wir eine Zeitlang verweilen und Ängste, Kummer und Verwirrung zulassen. Denn erst dann können neue Perspektiven sichtbar werden. Dieser klassische Übergangsprozess mit den Phasen von Abschiednehmen, durchgehen, im Neuen ankommen kann über mehrere Jahre anhalten. Es ist wie eine Schwangerschaft, die Zeit muss reif sein, bevor wir uns neu auf die Welt bringen. Dazu braucht es Rückzugsräume, Bewusstseinsarbeit, Mut und natürlich Liebe. Vor allem Selbstliebe.

Die Weiblichkeitspädagogik kann dafür Raum bieten. Wir können lernen, in dieser wechselvollen Zeit uns voller Liebe mit allem anzunehmen, was auftaucht, unsere Voraussetzungen und Behinderungen selbst gut zu verstehen und versöhnlich mit uns zu sein. Unser Leben war bis dahin so sehr von äußeren Faktoren bestimmt, dass wir die Wünsche und Sehnsüchte unseres Herzens nicht kennen. Das gilt es jetzt nachzuholen, um die Weichen für ein erfüllendes Alter zu stellen.

Chancen
Es ist außerdem ein besonderes Geschenk, mit anderen Frauen im Wandel zusammenzukommen. Wir brechen das Schweigen über die Wechseljahre und unterstützen uns schwesterlich auf dem spannenden Weg der Neu-Werdung. Hier entsteht ein Energiefeld, das in unserer Kultur einmalig ist. Wieviel weibliches Potenzial dämmert in irgendwelchen Senioreneinrichtungen vor sich hin, weil es nie die Chance hatte, sich zu entwickeln, Zeit und Bewusstsein nicht reif dafür waren. Aber jetzt! Jetzt haben wir die Chance, uns verwandeln zu lassen, um weibliche Werte mit Reife, Erfahrung und Weisheit in der Welt erscheinen zu lassen.

 

WechseljahreDie Regenbogenfrau

Die Wechseljahre sind eine natürliche Entwicklung des weiblichen Körpers zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr, dem Zeitraum um die letzte Blutung herum. Sie bilden den Übergang vom Leben als gebärfähige Frau ins Alter hinein. Dieser wichtige weibliche Entwicklungsabschnitt erfährt in unserer Kultur kaum Anerkennung und wenig Unterstützung. Alles richtet sich darauf aus, uns als Mängelwesen zu sehen, denen mit Hormonen und Anti-Aging-Maßnahmen auf die Sprünge geholfen werden muss, um solange wie möglich einem jugendlich-straffen Frauenbild zu genügen. Auch wenn mittlerweile ins Bewusstsein gedrungen ist, dass die Einnahme von Hormonen in den meisten Fällen mehr Schaden als Nutzen bringt, scheinen Anti-Aging-Methoden aller Art die Mittel der Wahl zu sein.

Selbstverständlich ist es sinnvoll, alle Möglichkeiten wahrzunehmen, gut für uns zu sorgen, und das mag individuell ganz unterschiedlich sein. Aber sich nur an den äußeren Werten unserer Leistungsgesellschaft zu orientieren, an einem Frauenbild festzuhängen, das wir längst hinter uns haben, ist nicht ausreichend, um das wunderbare Potential, das die Wechseljahre für uns bereithalten, auszuschöpfen.

Denn jetzt erst beginnt unsere eigentliche geistige Entwicklung, nachdem die biologische Aufgabe des Fruchtbarseins hinter uns liegt. Die Veränderungen in Körper und Gehirn bewirken die Entfaltung von Geistig-Seelischem: Wir haben die Chance, uns komplett neu zu erfinden und unserem Leben eine neue, erfüllende Richtung zu geben, wenn unbefriedigende Lebensmuster uns einengen.

Dafür haben wir jetzt die nötige Power, da uns die Hormon-
umstellung genügend männliche Durchsetzungskraft und Zielstrebigkeit beschert.

Doch gerade jetzt rufen auch unsere weiblichen Anteile nach Zuwendung, um ein umfassendes, gesundes und sinnliches Frausein auch im Älterwerden zu entwickeln. Ruhe und Rückzug, Innenwahrnehmung, die Pflege von Sinnes- und Herzensqualitäten, v. a. Spüren, was uns wirklich am Herzen liegt, sind dringend nötig, um die Kräfte, die uns zur Verfügung stehen, in gesunde Bahnen zu lenken. 

Mit auf den Weg nehmen wir das Bild der „Regenbogenfrau“. Dieses Symbol charakterisiert den fließenden Übergang der Wechseljahre, in dem sich einerseits die rote Zeit der Blutung mit den Wassern des Wandels mischt, aber auch die männliche Feuerenergie mit den weiblichen Wassern der Tiefe. Und der Topf mit Gold? Das ist der Schatz unserer Weiblichkeit, den wir neu heben, neu entdecken und neu kultivieren können. 

Auf dieser Basis der Kultur innerer Werte, die wir individuell entwickeln, können wir als ältere und alte Frauen Impulse für die Gesundung unserer Welt setzen. Denn wir sind viele!

Die Arbeit in den Gruppen lädt ein, die Wechseljahre bewusst anzunehmen und gibt Raum, Altes zu verabschieden und sich für Neues zu öffnen.  

In diesem "Lernprogramm des Bejahens" ...

•  werden wir im Gesprächskreis das Schweigen über die 
    Wechseljahre brechen und uns über alles, was uns bewegt,
    austauschen, uns zuhören und uns schwesterlich unterstützen.
•  können wir uns entspannen und bewegen mit Körper- und
    Atemarbeit, in Ruhe und Tanz. Tanzen meint hier keine
    leistungsorientierte Form, sondern eine spielerische Einladung
    an jede Frau, die gehen kann!
•  lernen wir Meditation kennen. Wir üben, wie wir das 
    Karussell von Gedanken und Gefühlen beobachten und den
    friedvollen Platz in uns einnehmen können, der von diesen
    unberührt ist. Dadurch lernen wir, entspannter im Leben und
    mit dem Wechsel zu sein.
•  wird uns die Reflektion erlebter Prozesse unterstützen, 
    bewusster mit uns selbst zu werden.

Alle diese Dinge tun wir im weiblichen Modus: Mit Achtsamkeit, liebevoll und ohne Bewertung. Im Blick nach innen entdecken wir die Weichheit und Weisheit unserer weiblichen Seite und können so mehr und mehr Vertrauen und Halt in ihr finden, denn sie ist unserer eigentliche Natur.

Erfahren Sie hier mehr Informationen und aktuelle Kursangebote

Termine

Wechseljahres Seminare Termine

Seminare 2018 für Frauen im Wandel und älter


„Mai-Königinnen“
Mein sinnliches Frausein neu erleben

Fr.-So. 25.-27.05.2018

Vertiefungsseminar

„Sonnen-Königinnen“
Sinnlichkeit und Fülle

Die Fülle meines Lebens genießen

Fr.-So. 17.-19.08.2018

 

 

 

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